99 Prozent aller Unternehmen gehören laut Statistischem Bundesamt zur Gruppe der KMU. Weniger als 5 Prozent der Unternehmen investieren bisher systematisch in die Leistungsfähigkeit, Gesundheit und damit auch Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter.
Zum Vergleich: Alle DAX Unternehmen und 75 Prozent der 500 größten Konzerne haben bereits ein betriebliches Gesundheitsmanagement implementiert. Zwei Studien des TÜV Süd aus den Jahren 2009 und 2010 kommen zu dem Ergebnis, dass psychische Belastungen von Mitarbeitern in mittelständischen Unternehmen aufgrund von Zeitdruck, engen Terminvorgaben, Konflikten mit Führungskräften und Überstunden stark ansteigen.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat die Kosten für krankheitsbedingte Prouktionsausfälle im Jahr 2009 mit über 43 Mrd. Euro beziffert. Bei einer durchschnittlichen Fehlzeit von 4,6 Prozent kann sich jedes Unternehmen die eigenen Kosten selbst schnell ausrechnen.
Doch Arbeits- und Produktionsausfälle sind nur eine Seite der Medaille. Gesunde Mitarbeiter, die von einem systematischen Gesundheitsmanagement im Unternehmen profitieren sind leistungsfähiger und zufriedener und übernehmen damit eine wichtige Rolle im Employer Branding (siehe "der Mitarbeiter als Markenbotschafter").
Systematisches Gesundheitsmanagement hilft also nicht nur dabei Kosten zu sparen, die Produktivität und Leistungsfähigkeit zu erhöhen und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern, es leistet auch einen ganz zentralen Beitrag für die Employer Branding und Personalmarketingaktivitäten eines Unternehmens auf dem Weg zum Employer of Choice.
Martin Simmel im Kurzinterview über Gesundheitsmanagement, das über Rückenschule und Raucherentwöhnung hinausgeht...