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Die sog. MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) verlieren relativ an Attraktivität. Der Anteil der Ingenieure an allen Hochschulabsolventen sank von 25 Prozent in den 1980er und 1990er Jahren auf aktuell nur noch 16 Prozent. „Das ist ein Alarmsignal“, warnt Arend Oetker, der Präsident des Stifterverbandes, „denn fehlender Nachwuchs im MINT-Bereich gefährdet den Forschungsstandort Deutschland.“ Mitverantwortlich dafür sind hohe Abbrecherquoten. So beenden im Schnitt 40 Prozent der Studienanfänger ihr MINT-Studium nicht im Vergleich zu einem Viertel in den Sprach- und Kulturwissenschaften oder in den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. In kaum einem anderen Fach ist die Abbrecherquote höher. Durch eine Halbierung der Schwundquote könnte der prognostizierte Bedarf an zukünftigen Fachkräften nach Einschätzung von Studienautor Pascal Hetze nahezu gedeckt werden.
Anhand guter Beispiele aus der Praxis zeigt die neue Studie Wege auf, wie Hochschulen in den MINT-Fächern mehr Studienanfänger und einen größeren Studienerfolg bei geringeren Studienabbruchquoten erreichen können. Dazu gehören Mentorenprogramme, mehr Praxiseinbindung im Studium, bessere Kooperationen zwischen Schule, Hochschule und Wirtschaft - bis hin zu der besonderen Ansprache von Jugendlichen mit bildungsfernem Hintergrund sowie MINT-Konzepten für Fernsehserien.